Auch in diesem Jahr durften wir eine Schülerdelegation sowie zwei Lehrkräfte aus unserer amerikanischen Partnerstadt Gastonia an der Arnoldischule begrüßen. Vom 9. bis 18. Juni hatten unsere deutschen Familien die besondere Gelegenheit, ihnen unser Leben, unsere Schule und unsere Heimat näherzubringen – eine Zeit voller Erlebnisse, Begegnungen und neuer Freundschaften.

Nach einer langen Reise kamen unsere Austauschpartner erschöpft, aber gespannt in Gotha an und wurden nach einer kleinen Stärkung von ihren Gastfamilien abgeholt.

Direkt am darauffolgenden Tag zeigten wir unseren Gästen, was Gotha alles zu bieten hat: Bei einer Stadterkundung mit Führung im Schloss Friedenstein und einer Tour durch die Kasematten lernten unsere Gäste Gotha von seiner schönsten Seite kennen. Im Anschluss ging es hoch hinaus: Der Besuch bei der Feuerwehr Gotha begann mit einer Besichtigung der Feuerwehrzentrale und endete in 30 Metern Höhe auf der Drehleiter eines Einsatzfahrzeugs. Von dort oben bot sich den Amerikanerinnen und Amerikanern ein großartiger Blick über die Stadt. Der anschließende herzliche Empfang durch unseren Oberbürgermeister Knut Kreuch rundete den Tag gelungen ab.

Die nächsten Tage verliefen ebenfalls ereignisreich. Ein Tagesausflug nach Oberhof zeigte den amerikanischen Gästen, wie ein europäischer Sommer noch aussehen kann. Trotz strömenden Regens besuchten wir voller guter Laune Oberhofs spannende Sportstätten und durften am Ende sogar noch selbst beim Laserbiathlonschießen aktiv werden. In Erfurt erkundeten unsere Freunde bei einer Stadtrallye selbstständig die Landeshauptstadt und sahen den beeindruckenden Dom von innen. In Eisenach besuchten sie die Wartburg, wo sie ihre Kenntnisse über die Kirche und die Reformation vertiefen konnten. In Weimar sowie in der Gedenkstätte Buchenwald setzten sie sich mit der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts auseinander – ein eindrucksvoller und nachdenklicher Tag.

Bei einem gemeinsamen Grillabend an der Arnoldischule und dem Empfang durch unsere Schulleiterin Frau Lang konnten sich alle Familien bei leckerem Essen und entspannter Atmosphäre kennenlernen und austauschen. Und ganz nebenbei bekamen die Amerikanerinnen und Amerikaner dank unserer hilfsbereiten Haus- (und Grill-)meister Herrn Bergmann und Herrn Mönch einen kulinarischen Einblick in die deutsche Küche.

Zum Abschluss durften unsere Gastschülerinnen und -schüler noch einmal den Alltag an einer deutschen Schule erleben. Sie begleiteten ihre Austauschpartner im Unterricht und bekamen einen Eindruck von unserem deutschen Schulsystem. Bei einer abschließenden Wanderung zum Bürgerturm – organisiert durch den Städtepartnerschaftsverein Gotha-Gastonia – erhielten unsere Gäste die Möglichkeit, auch die Natur rund um Gotha zu erleben. Der zehntägige Besuch endete schließlich mit einer Verabschiedung im Berggarten. Bei Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränken kamen noch einmal alle zusammen, bevor es – wie immer früh in der Nacht – zurück zum Flughafen Frankfurt ging.

Besonders wertvoll war es, dass unsere amerikanischen Gäste für diese Zeit Teil unserer Familien wurden. Ob gemeinsames Kochen, Ausflüge am Wochenende oder einfach das Miterleben des Alltags – für viele von uns entstanden echte Freundschaften, die sicher über den Austausch hinaus Bestand haben werden.

Dieser Austausch wurde dankenswerterweise durch die Unterstützung des Freistaats Thüringen, des Landkreises Gotha und der Stadt Gotha ermöglicht. Ein besonderer Dank gilt dem Städtepartnerschaftsverein Gotha-Gastonia für die Bereitstellung des Grillguts sowie für die Organisation der Schlossbesichtigung und der Wanderung zum Bürgerturm und in den Berggarten. Wir danken von Herzen dem Förderverein der Arnoldischule, der den Austausch großzügig unterstützt hat, ebenso der Feuerwehr Gotha, die uns nicht nur Einblicke in ihren spannenden Berufsalltag gewährte, sondern uns gemeinsam mit der Stadt Gotha auch beim Flughafentransfer helfend zur Seite stand. Unser letzter Dank gilt zudem allen Gastfamilien, ohne deren Engagement, Zeit und Offenheit dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre.

Elisa Poll