So heißt es in Gas­to­nia, wohin wir, 10 Schü­le­rin­nen, Frau Pin­gel und Herr Hosch­ke, im Okto­ber rei­sen durf­ten. „Hey y’all! How ya doin’?“ So wur­den wir in North Caro­li­na begrüßt. Nach­dem wir mit 6 Stun­den Flug­ver­spä­tung end­lich in Char­lot­te anka­men, konn­ten wir nur noch mit „Good, is the­re a bed for me?“ ant­wor­ten. Als wir in Gothas Part­ner­stadt ein­tra­fen, wuss­ten wir alle; das wird eine wun­der­vol­le, ereig­nis­rei­che und auch infor­ma­ti­ve Zeit.

Schwü­le Luft schlug uns ent­ge­gen, als wir aus dem Flug­ha­fen­ge­bäu­de tra­ten und uns in unse­re Gast­fa­mi­li­en ver­ab­schie­de­ten. Auf der Fahrt von Char­lot­te nach Gas­to­nia beka­men wir ers­te Ein­drü­cke von die­ser „neu­en Welt“ zu sehen, denn für vie­le von uns war es der ers­te Auf­ent­halt in den USA. Beson­ders fiel uns die Gast­freund­schaft und die Fröh­lich­keit auf, die uns jeder ent­ge­gen­brach­te, nicht nur unse­re Gast­fa­mi­li­en, wel­che uns vol­ler Lie­be emp­fin­gen. Beson­ders gefie­len uns auch die wun­der­schö­nen Häu­ser, die sich von den deut­schen doch sehr unter­schei­den. Nach der ers­ten Nacht in unse­rem „neu­en Zuhau­se“ tra­fen wir früh- mor­gens Juliann Leh­man, die Orga­ni­sa­to­rin des Sis­ter-Cities-Pro­gramms. Mit ihr hat­ten wir die wohl lus­tigs­te Zeit unse­res gesam­ten Auf­ent­hal­tes in den USA, denn sie beglei­te­te uns zu unse­ren Lieb­lings-Pro­gramm­punk­ten, wie dem White­wa­ter Raf­ting, dem Escape Room oder zum Shop­ping in den Out­lets. Wir glau­ben, wir spre­chen für alle, wenn wir sagen, dass wir in ihr eine wun­der­ba­re, ame­ri­ka­ni­sche, bes­te Freun­din gefun­den haben, ohne die unser Auf­ent­halt nicht ganz so schön und voll­kom­men gewor­den wäre.

Wenn man unse­re Gast­schü­ler aus Ame­ri­ka nach ihrem Auf­ent­halt in Deutsch­land gefragt hat, was ihnen am bes­ten in Deutsch­land gefal­len hat­te, so ant­wor­te­ten die meis­ten mit: „Das Essen!“. Auch Juliann führ­te uns in die Welt des typisch ame­ri­ka­ni­schen Essens ein, so gin­gen wir mit ihr Piz­za im Ame­ri­can style, Donuts, lecke­re Bur­ger aber auch Coo­kies essen, sogar Sun Drop, Limo­na­de aus North Caro­li­na, prä­sen­tier­te sie uns. Wäh­rend unse­rer Rei­se besich­tig­ten wir jedoch nicht nur die Städ­te Gas­to­nia und Char­lot­te, wir beka­men auch die Mög­lich­keit an zwei Tagen den Schul­all­tag unse­rer Aus­tausch­part­ner ken­nen­zu­ler­nen. Die Forest­view High­school und die Ash­brook HS emp­fin­gen uns an die­sen bei­den Tagen mit offe­nen Armen, wir nah­men am Unter­richt teil und konn­ten auch hier gro­ße Unter­schie­de zu Deutsch­land erken­nen. Die Schü­ler mach­ten unse­ren Schul­tag zu etwas ganz beson­de­rem, denn sie inte­grier­ten uns und nah­men uns schnell in ihre Grup­pe auf. Nach dem zwei­ten Schul­tag wur­den wir von den Schü­lern in die Turn­hal­le geführt, wo die all­jähr­li­che Pep Ral­ly statt­fand. Als Ankün­di­gung auf das am Abend statt­fin­den­de Home­co­m­ing Spiel der Forest­view „Jags“ tra­ten hier Cheer­lea­der, Tän­ze­rin­nen und natür­lich die Foot­ball­spie­ler auf. Die Stim­mung bei der Pep Ral­ly, aber auch beim Home­co­m­ing Spiel war ein­fach unglaub­lich, sie hat uns förm­lich mit­ge­ris­sen. Die buch­stäb­li­che „Krö­nung“ des Abends war der Moment, als die Home­co­m­ing Queen gekürt wur­de. Man kam sich vor wie in einem die­ser High­school Musi­cals, aber kei­ner von uns hät­te etwas ändern wol­len, denn all dies mach­te es per­fekt.

Am Ende der wun­der­ba­ren Tage in den USA flo­gen wir nach Washing­ton DC, wo wir unse­re Bil­dungs­rei­se aus­klin­gen lie­ßen und es einen sehr trau­ri­gen Abschied gab, wel­cher allen min­des­tens eine Trä­ne gekos­tet hat­te. Wir alle hof­fen natür­lich, dass wir ein gutes Bild der Deut­schen ablie­fern konn­ten und es den Ame­ri­ka­nern auch so gut gefal­len hat wie uns! Im Namen aller zehn Schü­le­rin­nen möch­ten wir uns bei den Gast­fa­mi­li­en, Herrn Hosch­ke, Frau Pin­gel und Juliann bedan­ken, die unse­re Zeit in den USA unver­gess­lich gemacht haben. Auch bedan­ken möch­ten wir uns bei Herrn Fes­tag, Ober­bür­ger­meis­ter Knut Kreuch, Frau Kuku­lenz vom Städ­te­part­ner­schafts­ver­ein Gotha-Gas­to­nia, den Stadt­wer­ken Gotha und allen ande­ren Mit­wir­ken­den, die unse­ren Aus­tausch mög­lich gemacht haben. In die­ser kur­zen Zeit haben wir so vie­le Per­so­nen lie­ben gelernt, was kei­ner von uns für mög­lich gehal­ten hät­te. Gas­to­nia und eben die­se Per­so­nen sind wie ein zwei­tes Zuhau­se für uns gewor­den. Thank y’all so much! We hope to see you soon!!!

Anna Hart­mann und Malin Rie­bold
Okto­ber 2018