Der all­jähr­li­che Schü­ler­aus­tausch mit unse­rer Part­ner­stadt Gas­to­nia führ­te auch die­sen Okto­ber 10 Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 11. und 12. Klas­se zusam­men mit Frau Pin­gel und Herrn Hosch­ke nach Ame­ri­ka- in eine für uns völ­lig neue und span­nen­de Welt.

Mit viel Vor­freu­de und gro­ßer Auf­re­gung saßen wir im Flie­ger und freu­ten uns auf ein Wie­der­se­hen mit unse­ren ame­ri­ka­ni­schen Aus­tausch­schü­lern, denen wir bereits im Juni unse­re Hei­mat zei­gen durf­ten. Wir wuss­ten, uns wür­den zwei unver­gess­li­che und erleb­nis­rei­che Wochen bevor­ste­hen, als wir freu­dig von unse­ren Gast­fa­mi­li­en am Flug­ha­fen emp­fan­gen wur­den.

Die ers­ten Tage fühl­ten sich an, als wären wir in einem ame­ri­ka­ni­schen Film – gel­be Schul­bus­se, gro­ße Autos und eine Men­ge „fried chi­cken“, so begrüß­te uns die wun­der­schö­ne Stadt in North Caro­li­na.

Am ers­ten Tag lern­ten wir die Orga­ni­sa­to­rin des Sis­ter-City-Pro­gramms Juliann Leh­man ken­nen, die wir alle schnell ins Herz schlos­sen. Sie beglei­te­te uns auf unse­ren wei­te­ren Aus­flü­gen, so zum Bei­spiel zum „Poli­ce Depart­ment“, wo uns der All­tag ame­ri­ka­ni­scher Poli­zis­ten näher gebracht wur­de, der sich doch sehr von unse­ren Vor­stel­lun­gen aus Crime- Seri­en unter­schied.

Auch das Wan­dern auf dem Chim­ney Rock mit einem atem­be­rau­ben­den Blick über Lake Lure und die Land­schaft bescher­te uns unver­gess­li­che Erin­ne­run­gen. Sehr beliebt war außer­dem das White Water Cent­re, dort wur­den wir beim Raf­ting alle ordent­lich nass, aber hat­ten auch eine Men­ge Spaß. Bei einer Seg­way Tour durch die Metro­po­le Char­lot­te konn­ten wir nicht nur unse­re Balan­ce unter Beweis stel­len, son­dern waren auch über­wäl­tigt von den hohen Wol­ken­krat­zern und der inter­es­san­ten Stadt­ge­schich­te.

Wir ver­brach­ten eine tol­le Zeit mit unse­ren ame­ri­ka­ni­schen Aus­tausch­part­nern und natür­lich haben  wir uns des­halb auch schon sehr auf den Unter­richt mit ihnen an der „Forest­view“ und „Ash­brook“ High­school gefreut. Mit gro­ßer Neu­gier wur­den wir an den Schu­len begrüßt und tausch­ten uns inten­siv über Kul­tur­un­ter­schie­de, typi­sche Kli­schees, aber auch The­men wie Frei­zeit und Schu­le aus.

Die vie­len Ein­drü­cke des Tages krön­te ein unver­gess­li­cher Abend im Sta­di­on, als sich die bei­den Schu­len bei einem span­nen­den Foot­ball-Spiel gegen­über­stan­den. Die Mar­ching Band und die Cheer­lea­der sorg­ten für eine unbe­schreib­li­che Atmo­sphä­re, die uns mit­fie­bern ließ, ganz egal, ob man die Spiel­re­geln ver­stand oder nicht.

Doch auch die­se Zeit ging, wie immer, viel zu schnell vor­über und schon stan­den wir wie­der am Flug­ha­fen. Die Ver­ab­schie­dung von unse­ren Gast­el­tern, die unse­re Zeit in Gas­to­nia zu einem wun­der­vol­len Erleb­nis gemacht haben, fiel uns allen sehr schwer. Selbst der Gedan­ke an Washing­ton D.C. konn­te die Stim­mung anfangs nur wenig heben. Als wir dann aber vor dem beein­dru­cken­den Capi­tol stan­den, die Smith­so­ni­an Muse­en besuch­ten und nach dem Wei­ßen Haus Aus­schau hiel­ten, emp­fan­den wir die­se Exkur­si­on doch als ein äußerst gelun­ge­nes Ende unse­rer ein­drucks­vol­len, aber auch lehr­rei­chen Zeit in den USA.

Im Namen aller wol­len wir uns daher ganz herz­lich bei Juliann Leh­man, Frau Pin­gel und Herrn Hosch­ke bedan­ken, die uns auf die­ser Rei­se beglei­tet haben und mit uns unver­gess­li­che Momen­te teil­ten. Des Wei­te­ren dan­ken wir beson­ders Herrn Fes­tag, dem Rota­ry Club Gas­to­nia, dem Thü­rin­ger Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um, der Gotha­er Stadt­ver­wal­tung, der Gotha­er Feu­er­wehr, dem Städ­te­part­ner­schafts­ver­ein Gotha-Gas­to­nia sowie allen wei­te­ren Mit­wir­ken­den, die uns den Aus­tausch erst ermög­licht haben. Denn die­se Rei­se war unser ganz per­sön­li­cher Ame­ri­can Dream!

 

Tami Wei­ße und Hele­na Trin­kaus

Okto­ber 2019